Lehre am Deutschen Institut

Wintersemester 2017/18

Lehrveranstaltungen des Master DaF/DaZ finden Sie unter: http://www.daf.uni-mainz.de/kv.htm.

REPN/RMOP/EMOP/RNDL/ENDL: Empfindsamkeit

Klara Schubenz

Kurzname: REPN/RMOP/EMOP/RNDL/
Kursnummer: 05.067.480

Voraussetzungen / Organisatorisches

Die Teilnahmebedingungen werden in der ersten Sitzung geklärt.

Empfohlene Literatur

Gerhard Kaiser: Aufklärung, Empfindsamkeit, Sturm und Drang. München 1976.
Nikolaus Wegmann: Diskurse der Empfindsamkeit. Zur Geschichte eines Gefühls in der Literatur des 18. Jahrhunderts. Stuttgart 1988.
Albrecht Koschorke: Körperströme und Schriftverkehr. Mediologie des 18. Jahrhunderts. München 1999.
Joseph Vogl: Kalkül und Leidenschaft. Poetik des ökonomischen Menschen. Zürich 2002.
Gerhard Sauder (Hg.): Theorie der Empfindsamkeit und des Sturm und Drang. Stuttgart 2003.
Günter Saße: Die Ordnung der Gefühle. Das Drama der Liebesheirat im 18. Jahrhundert. Darmstadt 1996.
Steffen Martus: Aufklärung. Das deutsche 18. Jahrhundert. Ein Epochenbild. Darmstadt 2015.
Burkhard Meyer-Sickendiek: Zärtlichkeit. Höfische Galanterie als Ursprung der bürgerlichen Empfindsamkeit. Paderborn 2016.

Inhalt

Die literarische Epoche der Empfindsamkeit liegt inmitten des Jahrhunderts der Aufklärung (ca. 1740-1790), zeichnet sich allerdings durch ihre Betonung der Innerlichkeit und des Gefühls aus. Der deutsche Begriff wurde 1768 geprägt, als der Verleger Johann Christoph Bode den Roman „A Sentimental Journey Through France and Italy“ von Laurence Sterne ins Deutsche übersetzte und dafür den Titel „Yoricks empfindsame Reise“ wählte. Empfindsamkeit, so heißt es in einem zeitgenössischen Wörterbuch, sei „die Fähigkeit, leicht zu sanften Empfindungen gerührt zu werden.“

Das Seminar will diese merkwürdig-tränenreiche Epoche von ihren Anfängen her in den Blick nehmen und nach dem Wert und der Sprache der Tränen fragen. Wie hängt Rührung mit Tugend zusammen, und inwiefern hat das zum Beispiel Lessings Dramentheorie beeinflusst? Wieso gelten körperliche Zeichen als unhintergehbar? Und wieso gibt es in dieser Zeit so viele Briefromane?

Wir werden uns zunächst Auszüge aus Samuel Richardsons Roman „Pamela“ (1740) vornehmen und uns dann mit

- Christian Fürchtegott Gellert: Das Leben der Schwedischen Gräfin von G*** (1748),

- Gotthold Ephraim Lessing: Miss Sara Sampson (1755) und Minna von Barnhelm (1767),

- Sophie von La Roche: Geschichte des Fräuleins von Sternheim (1771),

- der Lyrik Friedrich Gottlieb Klopstocks

- und abschließend mit Goethes „Die Leiden des jungen Werthers“ (1774) befassen.

Termine:

Datum (Wochentag)UhrzeitOrt
16.10.2017 (Montag)12.15 - 13.45 Uhr00 014 SR 01
9125 - Bausparkasse Mainz
23.10.2017 (Montag)12.15 - 13.45 Uhr00 014 SR 01
9125 - Bausparkasse Mainz
30.10.2017 (Montag)12.15 - 13.45 Uhr00 014 SR 01
9125 - Bausparkasse Mainz
06.11.2017 (Montag)12.15 - 13.45 Uhr00 014 SR 01
9125 - Bausparkasse Mainz
13.11.2017 (Montag)12.15 - 13.45 Uhr00 014 SR 01
9125 - Bausparkasse Mainz
20.11.2017 (Montag)12.15 - 13.45 Uhr00 014 SR 01
9125 - Bausparkasse Mainz
27.11.2017 (Montag)12.15 - 13.45 Uhr00 014 SR 01
9125 - Bausparkasse Mainz
04.12.2017 (Montag)12.15 - 13.45 Uhr00 014 SR 01
9125 - Bausparkasse Mainz
11.12.2017 (Montag)12.15 - 13.45 Uhr00 014 SR 01
9125 - Bausparkasse Mainz
18.12.2017 (Montag)12.15 - 13.45 Uhr00 014 SR 01
9125 - Bausparkasse Mainz
08.01.2018 (Montag)12.15 - 13.45 Uhr00 014 SR 01
9125 - Bausparkasse Mainz
15.01.2018 (Montag)12.15 - 13.45 Uhr00 014 SR 01
9125 - Bausparkasse Mainz
22.01.2018 (Montag)12.15 - 13.45 Uhr00 014 SR 01
9125 - Bausparkasse Mainz
29.01.2018 (Montag)12.15 - 13.45 Uhr00 014 SR 01
9125 - Bausparkasse Mainz
05.02.2018 (Montag)12.15 - 13.45 Uhr00 014 SR 01
9125 - Bausparkasse Mainz

Semester: WiSe 2017/18