Dr. Timothy Attanucci


Wissenschaftliche Biographie

Nach einem Studium der Germanistik und der Komparatistik an den Universitäten Harvard (B.A., 2003), Tübingen und Paris IV – Sorbonne (M.A., 2004) promovierte Timothy Attanucci 2012 im Fach Germanistik an der Universität Princeton mit einer Arbeit zur Poetik der Erdgeschichte am Beispiel Adalbert Stifters. Während der Promotionszeit war er zudem als Mitglied des Netzwerks PhD-Net „Das Wissen der Literatur“ wiederholt Gastwissenschaftler an der Humboldt Universität zu Berlin. Von 2012 bis 2014 war er in Princeton Lecturer im Fach Germanistik. Aktuell arbeitet er an zwei größeren Forschungsprojekten: ein Buch über historische Restaurierungen und geologische Rekonstruktionen in der Literatur des 19. Jahrhunderts, und eine Studie zur Rolle der Gattung „Epos“ in naturwissenschaftlichen Selbstdarstellungen.


Forschungsschwerpunkte

Geschichte und Theorie des Wissens; Literaturgeschichte 18. bis 20. Jahrhundert; Literatur- und Medientheorie; Theorien und Praktiken historischer Darstellung


Lehre

Seminar

Seminar/Hauptseminar


Semester: SoSe 2017

Publikationen (Auswahl)

Monographie

Stories from Earth: Adalbert Stifter and the Poetics of Earth History. Diss. Princeton University, 2012.

Aufsätze

Atmosphärische Stimmungen: Landschaft und Meteorologie bei Carus, Goethe und Stifter. Zeitschrift für Germanistik 24.2 (2014) S. 34-47.

Kafka: Junggeselle – Maschine. Überlegungen zu einer historischen Kopplung. In: Literarische ‚Junggesellen-Maschinen’ und die Ästhetik der Neutralisierung. Hrsg. v. Annette Runte. Würzburg: Königshaus & Neumann, 2011, S. 169-185.

Der Junggeselle zwischen Familie und Amt: Kafka liest Stifter. In: Für alle und für keinen: Lektüre, Schrift und Leben bei Nietzsche und Kafka. Hrsg. v. Friedrich Balke, Joseph Vogl, und Benno Wagner. Berlin: Diaphanes, 2008, S. 149-160.

Rezensionen

Wie fragt man eine Datenbank des 18. Jahrhunderts ab? (zu Elisabeth Décultot (Hg.): Lesen, Kopieren, Schreiben. Lese- und Exzerpierkunst in der europäischen Literatur des 18. Jahrhunderts). Athenäum: Jahrbuch der Friedrich Schlegel-Gesellschaft 24 (2014) S. 223-228.

Zu Michael Gamper und Karl Wagner (Hg.), Figuren der Übertragung: Adalbert Stifter und das Wissen seiner ZeitArbitrium 31.1 (2013) S. 94-97.

Übersetzungen

Nikolaus Wegmann, Book Labyrinths: Searching and Finding in the Alexandrian Age (Arbeitstitel). Aus dem Deutschen übers. [Bücherlabyrinthe. Köln 2000], in Vorbereitung.

Raoul Moati, Derrida/Searle: Deconstruction and Ordinary Language, Aus dem Französischen übers. mit Maureen Chun. New York: Columbia University Press, 2014.