PD Dr. Nina Nowakowski

Arbeitsschwerpunkte

  • Religiöses Erzählen, insbesondere Mirakel bzw. Wundererzählungen
  • Mittelhochdeutsche Kurzerzählungen bzw. Märendichtung
  • Historische Narratologie, Medialität und Anthropologie

Mitglied im DFG-Netzwerk „Legendarisches Erzählen im Mittelalter. Formen, Funktionen und Kontexte der deutschsprachigen Heiligenerzählung“ (2015–2019)

Gründungs- und Vorstandsmitglied von Brevitas – wissenschaftliche Gesellschaft zur Erforschung vormoderner Kleinepik und Sonderheftreihe der Beiträge zur mediävistischen Erzählforschung (BmE): https://ojs.uni-oldenburg.de/ojs/index.php/bme/brevitas

Curriculum Vitae

2024
Habilitation (Venia legendi für das Fach „Ältere deutsche Literatur und Sprache“)

ab 2018
Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Bereich Germanistik, Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg (derzeit beurlaubt)

bis 2018
Wissenschaftliche Assistentin am Deutschen Seminar, Universität Zürich

2016
Promotion

bis 2015
Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für deutsche und niederländische Philologie, Freie Universität Berlin

bis 2011
Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Seminar für deutsche Philologie, Georg-August-Universität Göttingen

bis 2009
Studium der Älteren deutschen Sprache und Literatur, Neueren deutschen Literatur und Soziologie, Freie Universität Berlin

Publikationen

1. Monographien

  • Wunder wirken. Hilfe und Solidarität als Prinzipien des Heils in Marienmirakeln aus dem spätmittelalterlichen „Magnet unserer lieben Frau“. Habil.-Schrift (masch.). Magdeburg 2024 [409 S.].
  • zusammen mit Julia Weitbrecht, Maximilian Benz, Andreas Hammer, Elke Koch, Stephanie Seidl, Johannes Traulsen: Legendarisches Erzählen. Optionen und Modelle in Spätantike und Mittelalter. Berlin 2019 (Philologische Studien und Quellen 273).
  • Sprechen und Erzählen beim Stricker. Kommunikative Formate in mittelhochdeutschen Kurzerzählungen. Berlin/Boston 2018 (Trends in Medieval Philology 35) (DOI: https://doi.org/10.1515/9783110576146).
    • Rezensionen und Anzeigen: Matthias Kirchhoff, in: PBB 142 (2020), S. 454–457; Patrick del Duca, in: Literaturwissenschaftliches Jahrbuch 61 (2020), S. 313–316; Silvan Wagner, in: Germanistik 61 (2020), S. 219; Jörg Füllgrabe, in: literaturkritik.de 12 (2022).

2. Herausgeberschaft

  • zusammen mit Norbert Kössinger (Hrsg.): Mittelhochdeutsche Sangsprüche des 13. Jahrhunderts. Mittelhochdeutsch / Neuhochdeutsch. Stuttgart (Reclams Universal-Bibliothek), im Druck.
  • zusammen mit Elke Koch, Julia Weitbrecht (Hrsg.): Konfigurationen des Wunders. Texte, Praktiken und Funktionen in Spätantike, Mittelalter und Früher Neuzeit. Stuttgart 2024 (Beiträge zur Hagiographie 26).
  • zusammen mit Mireille Schnyder (Hrsg.): Wahn, Witz und Wirklichkeit. Poetik und Episteme des Wahns vor 1800. Paderborn 2021 (Traum - Wissen - Erzählen 11).
  • zusammen mit Coralie Rippl, Maximilian Benz (Hrsg.): Idiosynkrasien zwischen Gott und Welt. Sonderheft der Beiträge zur Geschichte der deutschen Sprache und Literatur (PBB), 142/4 (2020).

3. Aufsätze

  • Kult und Kollektiv. Überlegungen zur Funktion der altsächsischen Allerheiligen-Predigt aus Essen. In: Altsächsisch. Beiträge zur altniederdeutschen Sprache, Literatur und Kultur. Hrsg. v. Norbert Kössinger. Berlin, Boston (Ergänzungsbände zum Reallexikon der Germanischen Altertumskunde); eingereicht [16 S.].
  • Kalkulation und Translation. Plausibilität als Kriterium für das Übersetzen aus dem Mittelhochdeutschen am Beispiel vom „Schneekind A“. In: Deutsch diachron übersetzen. Hrsg. v. Wolfgang Beck, Holger Runow u. Andrea Schindler. Berlin, Boston (Lingua Historica Germanica); eingereicht [17 S.].
  • zusammen mit Elke Koch, Julia Weitbrecht: Einleitung. In: Konfigurationen des Wunders. Texte, Praktiken und Funktionen in Spätantike, Mittelalter und Früher Neuzeit. Hrsg. v. Nina Nowakowski, Elke Koch u. Julia Weitbrecht. Stuttgart 2024 (Beiträge zur Hagiographie 26), S. 7–20.
  • Konfigurationen der Fürsorge. Soziale Dimensionen religiösen Heils in Marienmirakeln aus dem „Passional“. In: Konfigurationen des Wunders. Texte, Praktiken und Funktionen in Spätantike, Mittelalter und Früher Neuzeit. Hrsg. v. Nina Nowakowski, Elke Koch u. Julia Weitbrecht. Stuttgart 2024 (Beiträge zur Hagiographie 26), S. 145–165.
  • Verdammter Teufelsfreund. Vorsicht als Bedingung für nachhaltige Heilserfahrung im Mirakel „Udo von Magdeburg“. In: Diabolische Vigilanz. Studien zur Inszenierung von Wachsamkeit in Teufelserzählungen des Spätmittelalters und der Frühen Neuzeit Hrsg. v. Jörn Bockmann u.a. Berlin 2022 (Vigilanzkulturen 2), S. 27–44 (DOI: https://doi.org/10.1515/9783110774382-003).
  • Nürnberger Stadtpolitik im Zeichen von Gouvernementalität und Propaganda bei Hans Rosenplüt. In: Nach der Kulturgeschichte. Perspektiven einer neuen Ideen- und Sozialgeschichte der deutschen Literatur. Hrsg. v. Maximilian Benz u. Gideon Stiening. Berlin 2022, S. 225–245 (DOI: https://doi.org/10.1515/9783110667004-010).
  • Hoffnungsvoller wân. Zuversicht und Freude bei Walther von der Vogelweide. In: Wahn, Witz und Wirklichkeit. Poetik und Episteme des Wahns vor 1800. Hrsg. v. Nina Nowakowski u. Mireille Schnyder. Paderborn 2021 (Traum - Wissen - Erzählen 11), S. 71–92.
  • triuwe erzählen. Zur Thematik von Konrads von Würzburg „Herzmäre“ im Cpg 341 und Cgm 714. In: Konrad von Würzburg als Erzähler. Hrsg. v. Norbert Kössinger u. Astrid Lembke. Themenheft der Beiträge zur mediävistischen Erzählforschung (BmE) 10 (2021), S. 221–244 (DOI: https://doi.org/10.25619/BmE20214120).
  • Der Antagonist als Heilsvermittler. Zum Teufel in der Hutepisode der „Reisefassung“ des „Brandan“. In: Der Teufel und seine poietische Macht. Hrsg. v. Jutta Eming u. Daniela Fuhrmann. Berlin/Boston 2021, S. 25–50 (DOI: https://doi.org/10.1515/9783110667189-002).
  • Personelle Prägnanz. Figurendarstellung und exemplarisches Erzählen in Heinrich Kaufringers „Suche nach dem glücklichen Ehepaar“. In: Brevitas 1 (2019) [BmE-Sonderheft], S. 411–429 (DOI: https://doi.org/10.25619/BmE2019347).
  • Eine biblische Heilige in klösterlicher Gemeinschaft: Maria Magdalena. In: Julia Weitbrecht u.a.: Legendarisches Erzählen. Optionen und Modelle in Spätantike und Mittelalter. Berlin 2019 (Philologische Studien und Quellen 273), S. 247–267.
  • Aporien des Agonalen. Strickers „Eigensinniger Spötter“ und die Grenzen zwischen Streitgespräch und höfischem strît. In: Mären als Grenzphänomen. Hrsg. v. Silvan Wagner. Berlin u.a. 2018 (Bayreuther Beiträge zur Literaturwissenschaft 37), S. 73–86.
  • Gattungsvagabund. Hans Folz’ „Witziger Landstreicher“ im Kontext der intergenerischen und intermedialen Dynamiken kleiner Reimpaardichtungen des späten Mittelalters. In: Beiträge zur Geschichte der deutschen Sprache und Literatur (PBB) 139/4 (2017), S. 579–593.
  • Vom Kasus zum Lapsus. Überlegungen zum reht zwischen Corpus Delicti und nuda veritas in Strickers „Der nackte Bote“. In: Rechtsnovellen. Rhetorik, narrative Strukturen und kulturelle Semantiken des Rechts in Kurzerzählungen des späten Mittelalters und der Frühen Neuzeit. Hrsg. v. Pia Doering u. Caroline Emmelius. Berlin 2017 (Philologische Studien und Quellen 263), S. 159–178.
  • zusammen mit Elke Koch: Sprechen in Kurzerzählungen. Zur poetischen und visuellen Reflexion mündlicher Kommunikation in Beichterzählungen des Cgm 714. In: Stimme und Performanz in der mittelalterlichen Literatur. Hrsg. v. Monika Unzeitig, Angela Schrott u. Nine Miedema. Berlin/Boston 2017 (Historische Dialogforschung 3), S. 83–109.
  • Übersetzungen als Interpretationen mittelhochdeutscher Literatur. Überlegungen zu Verständnismöglichkeiten von Strickers Kurzerzählung „Der kluge Knecht“. In: Scholarly Editing and German Literature: Revision, Revaluation, Edition. Hrsg. v. Lydia Jones, Bodo Plachta, Gaby Pailer u. Catherine Karen Roy. Amsterdam/New York 2015 (Amsterdamer Beiträge zur neueren Germanistik 86), S. 231–251.
  • Alternativen der Vergeltung. Rache, Revanche und die Logik des Wiedererzählens in schwankhaften mittelhochdeutschen Kurzerzählungen. In: Rache - Zorn - Neid. Zur Faszination negativer Emotionen in der Kultur und Literatur des Mittelalters. Hrsg. v. Martin Baisch, Evamaria Freienhofer u. Eva Lieberich. Göttingen 2014, S. 73–100.

4. Kleinere Arbeiten

  • [Rezension] Philip Reich: Der Fahrende Schüler als prekärer Typus. Zur Genese literarischer Tradition zwischen Mittelalter und Neuzeit. (Deutsche Literatur. Studien und Quellen 39) De Gruyter, Berlin – Boston 2021. In: Arbitrium 40 (2022), S. 159–161 (DOI: https://doi.org/10.1515/arb-2022-0038).
  • [Einleitung] zusammen mit Coralie Rippl, Maximilian Benz: Idiosynkrasien zwischen Gott und Welt. In: Beiträge zur Geschichte der deutschen Sprache und Literatur (PBB, Sonderheft) 142/4 (2020), S. 463–465.
  • [Rezension] Inkulturation. Strategien bibelepischen Schreibens in Mittelalter und Früher Neuzeit. Hrsg. v. Bruno Quast u. Susanne Spreckelmeier. Berlin/Boston 2017 (Literatur – Theorie – Geschichte 12). In: Beiträge zur Geschichte der deutschen Sprache und Literatur (PBB) 140/4 (2018), S. 107–111 (DOI: https://doi.org/10.1515/bgsl-2019-0006).
  • [Tagungsbericht] Machtvolle Gefühle. Internationale Tagung vom 24.–26. September 2009 an der Freien Universität Berlin im Rahmen des Projekts „Emotionalität in der Literatur des Mittelalters“ des Berliner Sonderforschungsbereichs Kulturen des Performativen. In: JLTonline (13.04.2010); URL: http://www.jltonline.de/index.php/conferences/article/view/174/544

5. Vorträge in Auswahl (soweit noch nicht veröffentlicht)

  • „Akkumulierendes Variieren. Heilskombinatorik in Marienmirakeln“, 14.–15. März 2024, Workshop „wunder in Serie. Verfahren der Akkumulation von Mirabilien“, Freie Universität Berlin
  • „Heilige Solidarität. Spätmittelalterliche Marienmirakel als Beistandserzählungen“, 25. Januar 2022, Gastvortrag an der Universität Hamburg; 19. Mai 2022, Gastvortrag an der Ludwig-Maximilians-Universität München
  • „There is Glory in Prevention. Hilfreiche Strafen in spätmittelalterlichen Marienmirakeln“, 29. Juni 2021, Gastvortrag an der Freien Universität Berlin
  • „aber das bild der seligen junckfrawen marie schlug sie mit der hand an ir wang. Strafe als Option der Heilserfahrung in spätmittelalterlichen Marienmirakeln“, 26. Januar 2021, Gastvortrag an der Universität zu Köln
  • „Letzter Prophet und erster Zeuge. Zu Johannes dem Täufer in der deutschsprachigen Bibelepik“, 26. Deutscher Germanistentag, 22.–25. September 2019, Saarbrücken