Lehre am Deutschen Institut

UADL/UADIG: Entwürfe des Gegensätzlichen und der Umkehr in mittelhochdeutscher Literatur

Dozent:innen: Jana Fritsch
Kurzname: UADL I
Kurs-Nr.: 05.067.922
Kurstyp: Übung

Voraussetzungen / Organisatorisches

Gegensätze sind – ob es uns gefällt oder nicht – ein omnipräsentes Phänomen. Von sozialem oder politischen „Schubladendenken“, dem Konstrukt binärer Geschlechter über Bestimmen von Komplementärfarben oder Tonleitern in Dur und Moll bis hin zur sinnlichen Wahrnehmung von Hitze und Kälte, Licht und Schatten. Zwischen diesen Gegensätzen können sich jedoch Spektren auftun, die sich – ebenso wie die ineinander umkehrbaren Pole – kunst- und kulturgeschichtlich ausfüllen und ausreizen lassen. Gegensätze können einander ausschließen, sich wechselseitig bedingen, aber auch gegenseitig ergänzen. Inwiefern sich solche Phänomene im Mittelalter manifestieren, will dieser Kurs anhand von kürzeren Texten und Textausschnitten zu ergründen versuchen: Welche Möglichkeiten gibt es, Gegensätzliches und Prozesse der Umkehr sprachlich und literarisch darzustellen? An welchen Stellen werden solche Darstellungen eingesetzt? Wie wirken sie auf Sprach-, Figuren- und Erzählebene?

Beim Lesen der Texte wollen wir uns von Tarotkarten inspirieren lassen: Die Karten vereinen bereits ikonographische Gegensätze in ihrer bildlichen Gestaltung und sich außerdem je aufrecht oder umgekehrt ‚lesen‘ lassen, ohne dabei ihre Bedeutung einfach konträr ins Gegenteil zu verkehren. Am Ende unserer ‚Fools Journey‘ wollen wir ein eigenes ‚Kartendeck‘ erarbeiten. Dabei sollen vor allem Profile der Karten entstehen, die jegliche Form haben und auch verschiedene verbinden dürfen. Gesetzt ist eine sprachliche Ausarbeitung, die sowohl eine (sprach)bildliche Beschreibung als auch eine Deutung der ‚Karte‘ enthalten soll. Über klassische Schreibproduktion hinaus sind auch Audio- oder Videoformate denkbar. Auch eine visuelle Ausarbeitung der Sprachbilder soll erfolgen – je nachdem, wie sich die Gruppe zusammensetzt und was Sie sich vorstellen können.

Sämtliche Texte werden spätestens mit Beginn des Semesters festgelegt und zur Verfügung gestellt.
Die letzte Sitzung vor Weihnachten (Di, 22.12.) wird asynchron oder digital erfolgen.

Termine

Datum (Wochentag) Zeit Ort
20.10.2026 (Dienstag) 08:15 - 09:45 01 471 ÜR Deutsches Institut
1141 - Philosophisches Seminargebäude
27.10.2026 (Dienstag) 08:15 - 09:45 01 471 ÜR Deutsches Institut
1141 - Philosophisches Seminargebäude
03.11.2026 (Dienstag) 08:15 - 09:45 01 471 ÜR Deutsches Institut
1141 - Philosophisches Seminargebäude
10.11.2026 (Dienstag) 08:15 - 09:45 01 471 ÜR Deutsches Institut
1141 - Philosophisches Seminargebäude
17.11.2026 (Dienstag) 08:15 - 09:45 01 471 ÜR Deutsches Institut
1141 - Philosophisches Seminargebäude
24.11.2026 (Dienstag) 08:15 - 09:45 01 471 ÜR Deutsches Institut
1141 - Philosophisches Seminargebäude
01.12.2026 (Dienstag) 08:15 - 09:45 01 471 ÜR Deutsches Institut
1141 - Philosophisches Seminargebäude
08.12.2026 (Dienstag) 08:15 - 09:45 01 471 ÜR Deutsches Institut
1141 - Philosophisches Seminargebäude
15.12.2026 (Dienstag) 08:15 - 09:45 01 471 ÜR Deutsches Institut
1141 - Philosophisches Seminargebäude
22.12.2026 (Dienstag) 08:15 - 09:45 01 471 ÜR Deutsches Institut
1141 - Philosophisches Seminargebäude
12.01.2027 (Dienstag) 08:15 - 09:45 01 471 ÜR Deutsches Institut
1141 - Philosophisches Seminargebäude
19.01.2027 (Dienstag) 08:15 - 09:45 01 471 ÜR Deutsches Institut
1141 - Philosophisches Seminargebäude
26.01.2027 (Dienstag) 08:15 - 09:45 01 471 ÜR Deutsches Institut
1141 - Philosophisches Seminargebäude
02.02.2027 (Dienstag) 08:15 - 09:45 01 471 ÜR Deutsches Institut
1141 - Philosophisches Seminargebäude
09.02.2027 (Dienstag) 08:15 - 09:45 01 471 ÜR Deutsches Institut
1141 - Philosophisches Seminargebäude