Lehre am Deutschen Institut

UADL: Herrscherinnen, Heilige und mehr. Frauenfiguren in der vormodernen Literatur

Dozent:innen: PD Dr. Nina Nowakowski
Kurzname: UADL I
Kurs-Nr.: 05.067.922
Kurstyp: Übung

Voraussetzungen / Organisatorisches

Achtung, es handelt sich um eine Blockveranstaltung, die an drei Terminen stattfindet:
Nach einem zweistündigen Auftakttreffen am Dienstag, 27.10.2026 (8–10 Uhr), treffen wir uns am Mittwoch, 13.01.2027 (10–19 Uhr) und am Donnerstag, 14.01.2027 (10–17 Uhr) jeweils ganztägig! Die Anwesenheit aller Teilnehmer:innen zu allen Terminen ist notwendig!

Anwesenheitspflicht

Wichtiger Hinweis: Da die Übung als Blockveranstaltung stattfindet, ist die persönliche Teilnahme zu allen Terminen ausnahmslos notwendig: Zum Auftakttreffen am 27.10.2026, von 8–10 Uhr, sowie am 13. und 14.01.2027 jeweils ganztägig müssen Sie anwesend sein! Es liegt in Ihrer Verantwortung, dies zu ermöglichen, d.h. Sie müssen sich rechtzeitig und selbständig um eine entsprechende Planung kümmern.

Empfohlene Literatur

Zur Einführung: Judith Klinger: Gender-Theorien: Ältere deutsche Literatur. In: Germanistik als Kulturwissenschaft. Eine Einführung in neue Theoriekonzepte. Hg. v. Claudia Benthien/Hans Rudolf Velten. Hamburg 2002, S. 267–297.

Inhalt

Die Übung soll die Vielfalt verdeutlichen, mit der in der mittelalterlichen Literatur Frauenfiguren entworfen werden. Während moderne Fortschrittsnarrative vielfach mit dem Vorurteil verbunden sind, dass im ‚finsteren‘ Mittelalter ausschließlich misogyne Weiblichkeitsentwürfe existiert hätten, kann ein durch ein intersektionales Verständnis von gender geschulter und historisch differenzierter Blick auf unterschiedliche literarische Traditionen zeigen, dass Weiblichkeit in der Vormoderne mit einem großen Spektrum an Zuschreibungen und Lebensformen verbunden war: Frauen waren etwa als Herrscherinnen mit agency ausgestattet oder konnten in religiösen Lebensformen Alternativen zu patriarchalischen Identitätsmodellen finden. Die Übung ermöglicht in Form einer Blockveranstaltung den Zugang zu einem differenzierten Verständnis historischer Geschlechterentwürfe, wobei sie die literaturwissenschaftliche Diskussion zu Frauenfiguren in verschiedenen Werken der mittelalterlichen Literatur (u.a. heldenepische Texte, höfischer Roman, Legendarik) mit einer kunsthistorischen Perspektive in Form eines Besuchs der Ausstellung Maria Magdalena. Sin. Pray. Love. im Frankfurter Städel verbindet.
 

Zusätzliche Informationen

Beim zweistündigen Auftakttreffen am 27.10.2026 (Dienstag, 8–10 Uhr) werden Sie Arbeitsgruppen bilden, danach folgt eine Gruppenarbeitsphase und am 13. und am 14.01.2027 (Mittwoch und Donnerstag) findet ganztägig die Blockveranstaltung statt: Hier werden die Arbeitsgruppen in Form von Gruppenpräsentationen im Umfang von jeweils 90 Minuten ihre Ergebnisse präsentieren!
 
Am 13.01. ist im Rahmen einer etwa halbtägigen Exkursion (ca. 15–19 Uhr) zudem ein Ausstellungsbesuch in Frankfurt geplant (https://www.staedelmuseum.de/de/maria-magdalena).

Termine

Datum (Wochentag) Zeit Ort
27.10.2026 (Dienstag) 08:15 - 09:45 02 473 P208
1141 - Philosophisches Seminargebäude
13.01.2027 (Mittwoch) 10:15 - 13:45 01 223 (K104) Hör-/Lehrsaal
9139 - Am Kisselberg
14.01.2027 (Donnerstag) 10:00 - 16:45 01 229 (K103) Hör-/Lehrsaal
9139 - Am Kisselberg