Lehre am Deutschen Institut

VVAR/VSYS: Variationslinguistik

Dozent:innen: Andreas Klein
Kurzname: 05.067.23_100
Kurs-Nr.: 05.067.23_100
Kurstyp: Vorlesung

Inhalt

Dass das Deutsche kein homogenes Gebilde ist, wird den meisten erst dann bewusst, wenn sie mit Personen zusammenkommen, deren Aussprache oder Wortwahl sich von ihrer eigenen unterscheidet. So trifft man im deutschen Sprachraum z. B. auf mindestens drei verschiedene Aussprachen von China (mit sch, k oder ch anlautend) oder auf unterschiedliche Bezeichnungen für ‘Brötchen’ (Schrippe, Brötchen, Semmel, Weck). Sogar das stark normierte Standarddeutsche ist nicht vollkommen einheitlich und kennt z. B. für dasselbe Wort verschiedene Pluralformen (Wagen/Wägen), Steigerungsformen (krummer/krümmer) oder Schreibungen (aufwendig/aufwändig). Nicht selten führt dies sogar bei Muttersprachler:innen zu Zweifeln, welche der Varianten „richtig“ ist.
Existieren mehrere sprachliche Ausdrucksmöglichkeiten für ein und dasselbe Konzept nebeneinander, so spricht man von Sprachvariation. Natürlich entstandene und alltäglich gesprochene Sprachen wie das Deutsche weisen ein hohes Maß an Sprachvariation auf, die auf allen Systemebenen beobachtbar ist. Sie liegt darin begründet, dass Sprache nicht eindimensional ist: Das Deutsche variiert zum Beispiel zeitlich, regional, medial und sozial. Somit besitzen wir alle ein Repertoire aus sprachlichen Varianten, aus dem wir – in den meisten Fällen unbewusst – auswählen.
In dieser Vorlesung wollen wir den Ursachen für Sprachvariation nachgehen. Dazu nehmen wir einen Blick in die Sprachgeschichte und Varietätenvielfalt des Deutschen. Anhand von ausgewählten Beispielen schauen wir in unterschiedliche Systemebenen (z. B. Wortbildung, Syntax, Morphologie, Lexik) und lernen Methoden kennen, mit denen sich sprachliche Variation untersuchen lässt. Dabei setzen wir uns auch mit unserem Sprachnormbewusstsein auseinander und diskutieren die häufig laienlinguistisch vorgenommene Bewertung von sprachlichen Varianten als richtig oder falsch.

Termine

Datum (Wochentag) Zeit Ort
20.10.2026 (Dienstag) 08:15 - 09:45 00 151 P3
1141 - Philosophisches Seminargebäude
27.10.2026 (Dienstag) 08:15 - 09:45 00 151 P3
1141 - Philosophisches Seminargebäude
03.11.2026 (Dienstag) 08:15 - 09:45 00 151 P3
1141 - Philosophisches Seminargebäude
10.11.2026 (Dienstag) 08:15 - 09:45 00 151 P3
1141 - Philosophisches Seminargebäude
17.11.2026 (Dienstag) 08:15 - 09:45 00 151 P3
1141 - Philosophisches Seminargebäude
24.11.2026 (Dienstag) 08:15 - 09:45 00 151 P3
1141 - Philosophisches Seminargebäude
01.12.2026 (Dienstag) 08:15 - 09:45 00 151 P3
1141 - Philosophisches Seminargebäude
08.12.2026 (Dienstag) 08:15 - 09:45 00 151 P3
1141 - Philosophisches Seminargebäude
15.12.2026 (Dienstag) 08:15 - 09:45 00 151 P3
1141 - Philosophisches Seminargebäude
22.12.2026 (Dienstag) 08:15 - 09:45 00 151 P3
1141 - Philosophisches Seminargebäude
12.01.2027 (Dienstag) 08:15 - 09:45 00 151 P3
1141 - Philosophisches Seminargebäude
19.01.2027 (Dienstag) 08:15 - 09:45 00 151 P3
1141 - Philosophisches Seminargebäude
26.01.2027 (Dienstag) 08:15 - 09:45 00 151 P3
1141 - Philosophisches Seminargebäude
02.02.2027 (Dienstag) 08:15 - 09:45 00 151 P3
1141 - Philosophisches Seminargebäude
09.02.2027 (Dienstag) 08:15 - 09:45 00 151 P3
1141 - Philosophisches Seminargebäude