Univ.-Prof. Dr. Damaris Nübling


Vita

1963
geb. in Hohenau/ Paraguay

1969-1982
Grundschule/ Gymnasium in Müllheim, Caracas/Venezuela, Heidelberg

1983-1988
Studium der Romanistik (Spanisch, Französisch) und der Deutschen Philologie an der Universität Freiburg

1988
Magister Artium

1988-1991
Wissenschaftliche Angestellte im SFB 321 Übergänge und Spannungsfelder zwischen Mündlichkeit und Schriftlichkeit

1991
Promotion; Titel der Dissertation: Klitika im Deutschen. Theorie, Hochsprache, Dialekt, Verschriftlichung

1992-1998
Wissenschaftliche Assistentin am Institut für Vergleichende Germanische Philologie und Skandinavistik an der Universität Freiburg; (Lehrstuhl Prof. Dr. Otmar Werner)

Lehr-, Vortrags-, Sprach- und Exkursionsaufenthalte in Schweden, Dänemark, Norwegen auf Island und den Färöern

1998
Habilitation in Germanischer und Nord­germanischer Philologie (Titel der Habilitationsschrift: Prinzipien der Irregularisierung. Eine kontrastive Analyse von zehn Verben in zehn germanischen Sprachen)

1998-2000
Hochschuldozentin für Germanistische und Skandinavistische Linguistik am Institut für Vergleichende Germanische Philologie und Skandinavistik an der Universität Freiburg

seit 1.4.2000
Lehrstuhl für Historische Sprachwissenschaft des Deutschen an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz

2001
DAAD-Dozentur „Deutsche Sprachgeschichte“ an der Beida-Universität Peking;

2002
Lehrpreis der Universität Mainz (Fachbereich Philologie)

2004-2010
Mitglied beim DAAD-Ausschuss für die Lektorenauswahl (Südostasien)

2004-2008
Mitglied im DFG-Fachkollegium Sprachwissenschaften

2005-2013
Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats der Union der Akademien

seit 2005
Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats des Instituts für deutsche Sprache (IDS) in Mannheim

2006-2013
Zweite Vorsitzende der Internationalen Gesellschaft für Dialektologie des Deutschen (IGDD)

seit 2012
Mitglied der Kommission für Namenforschung der Mainzer Akademie

2013
Akademiepreis des Landes Rheinland-Pfalz

2014
Konrad-Duden-Preis

2015
Mitglied der Mainzer Adakemie


Drittmittelprojekte

2005–2015
DFG-Projekt "Deutscher Familiennamenatlas: Sprach- und kulturwissenschaftliche Untersuchungen des Familiennamenbestandes in Deutschland (DFA)" (mit Konrad Kunze, Univ. Freiburg)

2012–2036
Mainzer Akademieprojekt "Digitales Familien­namen­wörter­buch Deutschlands (DFD)" (mit Nina Janich, TU Darmstadt)

seit 2013
DFG-Projekt "Zur Selbstbenennung von Transgendern" innerhalb der DFG-Forschergruppe "Un/doing Differences. Praktiken der Humandifferenzierung"

seit 2015
DFG-Projekt "Das Anna und ihr Hund - Weibliche Rufnamen im Neutrum. Soziopragmatische vs. semantische Genuszuweisung in Dialekten des Deutschen und Luxemburgischen" (trinationales D-A-CH-Projekt zusammen mit Luxemburg: Prof. Peter Gilles, und der Schweiz: Prof. Helen Christen).

Überblick über die onomastischen Projekte: namenforschung.net


Forschungsschwerpunkte

Onomastik (Namenforschung):

Untersuchungen zur Grammatik der Eigennamen, u.a. zur derzeitigen Deflexion, zur Genuszuweisung; Entstehung von Eigennamen (Proprialisierung); Entstehung und Funktion onymischer Suffixe; Überlegungen zum idealen Eigennamen; Reanalyse der Pluralendung ‑s aus Genitivkonstruktionen mit Familiennamen; kontrastive Onomastik, v.a. zu Personennamen (niederländisch, skandinavische Sprachen); Familiennamengeographie; phonologische Androgynisierung heutiger Rufnamen (Genderonomastik).

Morphologischer Wandel (auch kontrastiv):

Relevanz- und ökonomietheoretische Ansätze zu seiner Erklärung (z.B. präteritaler Numerusausgleich) Entstehung und Funktion morphologischer Irregularität, von Wechselflexion, von Flexionsklassen und Genus sowie deren Verflechtung; Synthesegrade; Sonderklassen wie z.B. die Präteritopräsentia, Kurzverben etc.; Aufbau von Flexion durch Grammatikalisierung; Grammatikalisierung des luxemburgischen 'geben'-Passiv; Kurzwortbildung, Fugenelemente.

Zweifelsfall-Linguistik:

Sprachliche Zweifelsfälle als Indikatoren aktuellen Sprachwandels am Beispiel schwankender Fugenelemente, schwankender Deklinationsklassenzugehörigkeit, Rektionsalternanzen bei Präpositionen, Parallel-/Wechselflexion von Adjektiven, (De-) Flexion von Eigennamen, etc.

Genderlinguistik (auch kontrastiv):

Genderlinguistische Untersuchungen zur Lexikografie, zum semantischen Wandel/zur Pejorisierung von Frauenbezeichnungen, zum Genus/Sexus-Verhältnis; zur neutralen Genuszuweisung bei Frauenbezeichnungen (das Weib, das Mensch) und Frauennamen (das Anna, das Merkel); zur prosodisch-phonologischen Struktur von Rufnamen (historische Androgynisierungstendenzen seit den 1970er Jahren).


Herausgeberschaften

seit 2005: Beiträge zur Namenforschung (BNF)

seit 2005: Germanistische Linguistik, Hildesheim, Olms

seit 2010: Beiträge zur Geschichte der deutschen Sprache und Literatur (PBB)


Publikationen

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